Aus dem

Nähkästchen gebloggt

Der Wald – Ein Ort, der verbindet

August 20, 2019

 

Die Magie passiert zwischen Moosböden und Bäumen, dort wo alles lebt, dort wo alles auf ganz andere Weise erwacht, wenn es dunkel wird. Natur und Schauspiel sind zwei Ursprungsquellen, die uns Momente dehnen und das unmittelbare Dasein spüren lassen. Sie bringen uns zu uns selbst und zueinander. Der Wald ist ein Ort der Freiheit und zugleich ein Versteck, manchmal auch ein Irrgarten. Was passiert, wenn man diese zwei Quellen im Schleier der Nacht zusammenbringt? Wir wollen es herausfinden.

 

Der Wald hat viele Seiten, wie sie ein Charakter oder eine Geschichte haben. Mal ist er ein Spielplatz und ein Ort der Abenteuer, mal eine Gegend, die man mit Angst und Einsamkeit verbindet. Er kann verlassen wirken, aber auch lebendig in seiner Ruhe. Pflanzen und Bäume sind unterirdisch miteinander verbunden, so wie es die Hinweise und Figuren in unserem Krimi-Märchen sind.

 

Nachts werden die Bewohner des Waldes aktiv, so wie die Träume unserer Protagonistin Kommissarin Ernst. Auch sie besucht den Wald ihrer Erinnerungen, aber auch ein paar der Szenen im Stück spielen sich tatsächlich im Wald ab. Was ist, wenn wir nicht im Theaterraum den Wald imaginieren, sondern den Wald zum Theaterraum verwandeln?

 

Der Wald ist wild und ungezähmt, wie die Figur von La Louve (die Wölfin) in unserem Stück. Wer querfeldein im Wald spazieren geht, weiß, dass man diese Tatsache als Hindernis, oder spannende Herausforderung sehen kann: man stolpert über Wurzeln und Hölzer am Boden, bekommt ständig Spinnennetze ins Gesicht, wird von Sträuchern und Ästen gepeitscht und dauernd steht ein Baum im Weg, letztendlich könnte man ja auch einer Wölfin begegnen. Hinzu kommt, dass man sich in dichten, dunklen Wäldern wie Hänsel und Gretel verlaufen kann, ganz so wie man sich manchmal im Gestrüpp seiner eigenen Gedanken der Unsicherheit verläuft. Wenn das passiert, ist die Intuition gefragt. Immer der Nase nach, dort lang, wo es nach frischem Harz, Blumen und Lebkuchen duftet. Das muss aber nicht bedeuten, dass man von der bösen Hexe gefressen wird. Vielleicht finden Mann oder Frau die Hexenseite in sich selbst und lassen sich von Zeichen und Zufällen an einen unentdeckten Platz führen, der etwas in ihnen wachsen lässt.

Wir wollen im Wald spielen, gerade weil es verstrickt und kompliziert ist. Wer hat ein Stück Wald, in dem wir auftreten könnten? Wie ist das mit der Genehmigung? Wie findet das Publikum den Spielort? Werden wir vom Jäger überrascht? Was passiert, wenn jemand stolpert? Und wo ist das nächste Klo?

 

Wir wollen im Wald spielen, weil es zauberhaft, neu und aufregend ist, weil wir wissen wollen bis zu welcher Waldlichtung sich unsere Geschichte ausbreiten kann. Wir wollen den Wald bespielen, weil wir das Stück neu erleben und neu beleben möchten, weil im Wald die Geheimnisse lauern, die gefunden werden wollen und wir wollen mit dem Wald spielen, weil wir ein Kunststück pflanzen wollen, das verbindet.

 

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